Datenschutzerklärung für taig
Stand: 17. August 2026
Worum es geht
taig ist kein öffentliches soziales Netzwerk. Die App ist ein geschlossener Video-Bereich für eine Familie und einen von erziehungsberechtigten Personen freigegebenen Freundeskreis. Die Verarbeitung betrifft auch Daten von Kindern. Erziehungsberechtigte Personen entscheiden, ob ein Kind einen Account nutzt, mit welchen Kindern es befreundet sein darf und welche Videos veröffentlicht werden.
Verantwortlich für diese einzelne taig-Instanz ist ihr Betreiber. Auskunfts- und Löschanfragen gehen an den Betreiber über den Familienkontakt, über den der Zugang zur App vergeben wurde.
Offene Angaben des Betreibers: Hier fehlen noch der Name des Betreibers, ein unmittelbar erreichbarer Kontakt sowie die Aufbewahrungsfristen für technische Protokolle und künftige Server-Backups. Der Betreiber muss diese Angaben ergänzen.
Welche Daten anfallen
- Konten: Benutzername, Anzeigename, zugewiesene Rolle (Kind, erziehungsberechtigte Person oder Administration) und, falls eingerichtet, ein Profilbild. Es gibt keine Selbstregistrierung und keinen E-Mail-Reset- oder Werbe-Loginfluss.
- Sitzungszustand auf dem Gerät: Nach der Anmeldung speichert die App den Anmeldetoken und die Daten des aktuell angemeldeten Kontos in ihrem eigenen Gerätespeicher. Ein Token ist höchstens 180 Tage gültig. Beim Abmelden entfernt die App diesen gespeicherten Sitzungszustand.
- Videos und Entwürfe: Nach einer Einreichung verarbeitet der Server Videodatei, Vorschaubild, Bildunterschrift, Eigentümer, Einreichungszeit, Freigabestatus und bei einer Ablehnung den Grund. Vor der Einreichung liegt ein Entwurf mit Video und Vorschaubild nur im Speicher der App auf dem Gerät.
- Interaktionen: Kommentare mit Autor und Text sowie Likes mit Bezug zu Video und Kind.
- Familien- und Freundschaftsbeziehungen: Zuordnung eines Kindes zu erziehungsberechtigten Personen, Freundschaftsanfragen sowie die zwei Zustimmungen für eine Freundschaft: je eine Zustimmung einer erziehungsberechtigten Person für jedes der beiden Kinder, jeweils mit Zeitangabe. Eine Freundschaft ist erst nach beiden Zustimmungen aktiv.
- Setup-Codes: Zuordnung zum Kind, Ablauf, Erzeuger und Einlösezeit. Der Klartext eines Codes wird nicht als Datensatz gespeichert; der Server speichert nur einen kryptografischen Prüfwert.
- Screenshot-Hinweise: Macht ein angemeldetes Kind auf iOS einen Screenshot, versucht die App, einen Hinweis mit dem Kind und – falls gerade ein eigenes Feed-Video geöffnet ist – diesem Video an den Server zu senden. Ohne Verbindung oder bei einem Serverfehler kann dieser Hinweis ausbleiben. Das Screenshot-Bild selbst wird nicht an taig übertragen. Auf Android aktiviert die App den Systemschutz gegen Screenshots und Bildschirmaufnahmen; dafür speichert sie keinen Screenshot-Hinweis.
- Technische Protokolle: Die Download-Seite schreibt Zugriffe und Fehlermeldungen in technische Betriebsprotokolle. Welche Angaben darin genau stehen und wie lange sie bleiben, muss der Betreiber noch festlegen.
Wer Inhalte sehen kann
Ein Kind sieht nur eigene sowie freigegebene Videos von Kindern, deren Freundschaft durch je eine Zustimmung einer erziehungsberechtigten Person für jedes der beiden Kinder bestätigt wurde. Erziehungsberechtigte Personen sehen und moderieren die Inhalte der ihnen zugeordneten Kinder. Die Administration des Betreibers kann die Daten verwalten und löschen, damit sie Konten, Familienzuordnungen und die Sicherheit der geschlossenen Instanz betreiben kann.
Es gibt keine öffentliche Suche, keine öffentlichen Profile, keine Weiterleitungs- oder Teilen-Funktion und keine eingebundene Werbung, Analyse oder Social-Media-Integration. App-Inhalte werden nicht automatisch an solche Dienste weitergegeben.
Wo die Daten liegen
Die App-Daten liegen auf einem vom Betreiber selbst betriebenen Server im Heimnetz-Umfeld. Der Zugriff auf die veröffentlichte Instanz läuft bei ihrer Bereitstellung über eine TLS-geschützte Verbindung. Das ist keine Zusage einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und keine Zusage einer Verschlüsselung der Daten im Speicher.
Die Android-App unterbindet, dass Android ihre App-Daten sichert oder sie aus einem Geräte-Backup wiederherstellt. Auf iOS versucht die App, ihr Verzeichnis für lokale Entwürfe bei jedem Start und vor dem Schreiben neuer Entwürfe von Geräte- und iCloud-Backups auszuschließen. Scheitert dieser Versuch, bleibt der Entwurf trotzdem erhalten. Apple beschreibt den Ausschluss zudem als Anweisung an das Backup-System, nicht als Garantie; deshalb kann die App nicht zusichern, dass ein Entwurf unter allen Umständen niemals in einer iCloud-Sicherung enthalten ist.
Diese Seite lädt nur ihre lokale Gestaltung; ihre Sicherheitsrichtlinie erlaubt keine Netzwerkverbindungen der Seite. Der Quellcode der App enthält keine Werbe-, Analyse- oder Social-Media-Integration. Die iOS-Verteilung über TestFlight und iOS-Gerätebackups unterliegen den Bedingungen und Einstellungen von Apple.
Wie lange Daten bleiben
- Kontodaten, Profilbilder, Videos, Vorschaubilder, Bildunterschriften, Kommentare, Likes, Familienzuordnungen, Freundschaftsdaten und Screenshot-Hinweise bleiben auf dem Server, bis eine erziehungsberechtigte Person sie innerhalb ihrer Rechte löscht oder der Betreiber das Konto beziehungsweise den Datensatz löscht.
- Bei einer Video-Ablehnung werden Videodatei und Vorschaubild auf dem Server gelöscht. Der Datensatz mit Status und Ablehnungsgrund bleibt, bis er gelöscht wird, damit das Kind den Grund sehen kann. Der lokale Entwurf bleibt bei einer Ablehnung auf dem Gerät, damit das Kind ihn überarbeiten kann. Er wird erst gelöscht, wenn das Kind ihn verwirft oder die App vom Gerät entfernt wird. Bei einer Freigabe löscht die App den lokalen Entwurf automatisch.
- Einmal verwendete Setup-Code-Datensätze bleiben als Missbrauchs- und Einlöseprotokoll, bis der Betreiber sie zusammen mit dem Konto oder im Rahmen der Datenpflege löscht.
- Für technische Protokolle ist derzeit noch keine feste Aufbewahrungsdauer festgelegt. Der Betreiber muss eine kurze Frist festlegen und die Protokolle danach löschen oder rotieren.
- Backups verantwortet der Betreiber auf Kubernetes-Ebene außerhalb dieses Repositories. Dieses Projekt richtet kein Server-Backup ein und führt keinen Restore-Test durch. Der Betreiber muss hier Backup-Ziel und Aufbewahrungsfrist ergänzen, damit eine Löschung auch für vorhandene Sicherungen verständlich bleibt.
Entscheidungen durch Erziehungsberechtigte, Auskunft und Löschung
Erziehungsberechtigte Personen entscheiden über die Nutzung durch die ihnen zugeordneten Kinder. Sie können die Freigabe von Videos verweigern, Freundschaften entziehen und Inhalte dieser Kinder entfernen. Für eine vollständige Löschung eines Kinderkontos, für Auskunft über gespeicherte Daten oder wenn eine erziehungsberechtigte Person ihre Zustimmung zur Nutzung zurücknimmt, wenden sie sich an den Betreiber. Der Betreiber löscht oder sperrt die betroffenen Daten im Rahmen seiner administrativen Möglichkeiten und erläutert, falls gesetzliche oder technische Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
taig erstellt keine Werbeprofile und trifft keine automatisierten Entscheidungen über Kinder.
Änderungen
Wenn sich Datenarten, Zugriffe, Protokollierung oder die Backup-Praxis ändern, wird diese Erklärung vor oder mit der Änderung aktualisiert.